Zinseszins-Rechner

Berechnen Sie das Endkapital mit Zinseszinseffekt — und sehen Sie, wie Ihr Kapital exponentiell wächst.

KostenlosZinseszinseffektJahrestabelleInvestitionsrechner
Anlagedetails
%
Jahre
Endkapital nach Zinseszins
€ 0,00
Gesamtrendite: 0%
Startkapital
Zinserträge gesamt
Endkapital
Gesamtrendite
Verdoppelungszeit (Regel 72)
Wachstumsfaktor
Kapitalwachstum nach Jahren
Jahr Kapital Zinsen dieses Jahr Gesamtzinsen
Wichtiger Hinweis

Diese Berechnung dient nur zur Orientierung. Die Ergebnisse sind Näherungswerte und ersetzen keine professionelle Finanzberatung.

Zinseszins: Das achte Weltwunder der Finanzmathematik

Albert Einstein soll den Zinseszins als das achte Weltwunder bezeichnet haben. Ob dieses Zitat echt ist oder nicht — es trifft einen wichtigen Kern der Wahrheit: Der Zinseszinseffekt ist das mächtigste Werkzeug im Vermögensaufbau und lässt Kapital über lange Zeiträume exponentiell wachsen.

Was ist der Zinseszinseffekt?

Beim einfachen Zins werden Zinsen immer nur auf das Startkapital berechnet. Beim Zinseszins werden die erwirtschafteten Zinsen am Ende jeder Periode dem Kapital hinzugefügt und im nächsten Zeitraum ebenfalls verzinst. Das führt zu exponentiellem Wachstum: Je länger die Anlagedauer, desto größer der Unterschied zwischen einfachem Zins und Zinseszins.

Die Zinseszinsformel

Die mathematische Grundformel lautet: Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz)^Jahre. Bei 10.000 Euro, 7 % Jahresrendite und 20 Jahren: 10.000 × 1,07^20 = 38.697 Euro. Das Startkapital hat sich fast vervierfacht — der einfache Zins hätte dagegen nur 24.000 Euro ergeben.

Die Regel 72: Schnell die Verdoppelungszeit berechnen

Eine praktische Faustregel: Die Zeit, bis sich ein Kapital verdoppelt, berechnet sich annähernd durch 72 ÷ Zinssatz. Bei 6 % Rendite: 72 ÷ 6 = 12 Jahre bis zur Verdoppelung. Bei 9 %: 8 Jahre. Diese Regel gilt auch umgekehrt für Inflation: Bei 3 % Inflation halbiert sich die Kaufkraft in 24 Jahren.

Häufigkeit der Zinsgutschrift macht einen Unterschied

Zinsen, die monatlich statt jährlich gutgeschrieben werden, erzeugen einen höheren Endwert — weil die Zinsen öfter mitverzinst werden. Ein Konto mit 12 % Jahreszins und monatlicher Gutschrift entspricht effektiv 12,68 % effektivem Jahreszins. Der Unterschied wächst mit der Laufzeit.

Zinseszins beim Aktien-ETF-Sparen

Der Zinseszinseffekt entfaltet seine volle Wirkung besonders bei langfristigen Aktienmarktinvestitionen. Historisch hat der MSCI World Index eine jährliche Rendite von 7–9 % erzielt. Wer früh beginnt zu sparen, profitiert enorm: 10.000 Euro über 30 Jahre bei 7 % ergeben 76.123 Euro — über 30 Jahre bei 9 % sogar 132.677 Euro.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einfachem Zins und Zinseszins?
Einfacher Zins: Zinsen werden immer nur auf das Startkapital berechnet. Zinseszins: Zinsen werden dem Kapital hinzugefügt und ebenfalls verzinst. Bei kleinen Beträgen und kurzen Zeiträumen ist der Unterschied gering. Bei langen Zeiträumen ist er enorm: 10.000 € bei 5 % für 30 Jahre — einfacher Zins: 25.000 €, Zinseszins: 43.219 €.
Was ist die Regel 72?
Eine Faustregel zur schnellen Schätzung der Verdoppelungszeit: Zeit (Jahre) ≈ 72 ÷ Zinssatz in %. Bei 6 % Rendite: 72 ÷ 6 = 12 Jahre bis zur Verdoppelung. Die Regel funktioniert gut für Zinssätze zwischen 2 und 15 %.
Wirkt der Zinseszins auch negativ (bei Schulden)?
Ja, und das ist der gefährliche Aspekt: Bei Schulden wächst die Restschuld durch Zinseszins, wenn Zinsen nicht regelmäßig gezahlt werden. Kreditkartenschulden mit 20 % Jahreszins verdoppeln sich so nach der Regel 72 in etwa 3,6 Jahren. Das macht Schulden ohne Tilgungsplan gefährlich.
Wie häufig werden Zinsen normalerweise gutgeschrieben?
Tagesgeldkonten schreiben Zinsen meist jährlich gut. Viele Festgeldanlagen gutschreiben Zinsen am Ende der Laufzeit. Einige Anlageprodukte bieten monatliche oder vierteljährliche Zinsgutschrift, was den effektiven Ertrag leicht erhöht. Bei der Vergleich-Kennzahl Effektivzins ist die Gutschriftfrequenz bereits berücksichtigt.
Warum ist der Anlagehorizont beim Zinseszins so wichtig?
Der Zinseszinseffekt wächst nicht linear, sondern exponentiell mit der Zeit. In den ersten Jahren ist der Unterschied zum einfachen Zins kaum spürbar. Nach 10 Jahren wird er merklich, nach 20 Jahren signifikant, nach 30 Jahren dramatisch. Deshalb gilt: Je früher man beginnt zu sparen, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt.
Wie beeinflusst Inflation den Zinseszinseffekt?
Inflation "frisst" die Zinserträge auf. Bei 4 % Rendite und 3 % Inflation beträgt die reale Rendite nur etwa 1 %. Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, muss eine Rendite erzielen, die die Inflation deutlich übertrifft. Historisch haben breit gestreute Aktienanlagen dies zuverlässiger geleistet als Sparkonten.
Kann ich den Zinseszinsrechner auch für Aktienrenditen nutzen?
Ja. Geben Sie die erwartete jährliche Rendite als Zinssatz ein. Für einen globalen Aktien-ETF können Sie historische Durchschnittswerte von 7–9 % p.a. verwenden. Beachten Sie: Dies sind Vergangenheitswerte ohne Garantie. Kursschwankungen und Steuern können die tatsächliche Rendite deutlich von der theoretischen Berechnung abweichen.