Netto-Brutto-Rechner
Berechnen Sie Ihr Nettogehalt sofort — mit Lohnsteuer, Sozialabgaben, GKV/PKV und Kirchensteuer.
Schätzung auf Basis der Steuerformeln 2024 gemäß §32a EStG. Individuelle Freibeträge nicht berücksichtigt. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Steuerberatung.
Diese Berechnung dient nur zur Orientierung. Die Ergebnisse sind Näherungswerte und ersetzen keine professionelle Steuer- oder Finanzberatung. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater oder das zuständige Finanzamt.
Brutto und Netto: Was bleibt wirklich übrig?
Der Netto-Brutto-Rechner ist das meistgenutzte Finanzwerkzeug für Arbeitnehmer in Deutschland. Er beantwortet die entscheidende Frage: Wie viel bleibt von meinem Bruttogehalt tatsächlich übrig? Die Differenz zwischen Brutto und Netto überrascht viele — bei einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 3.500 Euro monatlich verbleiben nach allen Abzügen oft nur knapp 2.200 bis 2.400 Euro netto.
Welche Abzüge mindern das Bruttogehalt?
Das Nettogehalt ergibt sich nach dem Abzug von vier Kostenpositionen: Lohnsteuer, Sozialversicherungsbeiträge, Solidaritätszuschlag (in seltenen Fällen) und optional die Kirchensteuer. Dabei macht die Lohnsteuer den größten Posten aus. Sie richtet sich nach dem zu versteuernden Einkommen (zvE), das um den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 Euro jährlich gemindert wird.
Sozialversicherungsbeiträge 2024 im Überblick
Die Sozialversicherung gliedert sich in vier Bereiche. Die Krankenversicherung kostet Arbeitnehmer in der gesetzlichen KV 8,15 Prozent des Bruttogehalts (7,3 % Grundbeitrag + 0,85 % halber Zusatzbeitrag), gedeckelt bei der Beitragsbemessungsgrenze von 62.100 Euro jährlich. Die Rentenversicherung beläuft sich auf 9,3 Prozent des Bruttolohns bis 90.600 Euro (West). Die Arbeitslosenversicherung kostet 1,3 Prozent, und die Pflegeversicherung beträgt 1,7 Prozent für Eltern und 2,3 Prozent für Kinderlose ab 23 Jahren.
Steuerklassen und ihr Einfluss auf das Nettoeinkommen
Die Steuerklasse hat erheblichen Einfluss auf die monatlich einbehaltene Lohnsteuer. Steuerklasse III ist die günstigste — sie eignet sich für den besserverdienenden Ehepartner in Kombination mit Steuerklasse V beim geringer verdienenden Partner. Steuerklasse I ist die Standardklasse für Ledige. Wichtig: Die Steuerklasse beeinflusst nur den monatlichen Vorabzug; beim Jahresausgleich in der Steuererklärung wird die tatsächliche Steuerschuld berechnet und Differenzen erstattet oder nachgefordert.
Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer
Seit 2021 zahlen circa 90 Prozent der Steuerzahler keinen Solidaritätszuschlag mehr. Er fällt erst ab einer Lohnsteuer von 18.130 Euro jährlich an. Kirchensteuerpflichtige zahlen zusätzlich 8 Prozent der Lohnsteuer (Bayern, Baden-Württemberg) oder 9 Prozent (alle anderen Bundesländer).
Tipps zur Optimierung des Nettogehalts
Viele Arbeitnehmer zahlen mehr Lohnsteuer als notwendig. Werbungskosten über 1.230 Euro, Fahrtkostenpauschalen für Pendler, Homeoffice-Tage oder doppelte Haushaltsführung können als Freibeträge beim Finanzamt eingetragen werden — und reduzieren so die monatliche Lohnsteuer direkt. Lassen Sie sich von einem Steuerberater über Ihre individuellen Möglichkeiten beraten.